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- Börsennotierte Unternehmen, welche die Presse (noch) verschweigt, werde ich hier nach und nach vorstellen. Diese
Unternehmen arbeiten an speziellen und in meinen Augen für die Zukunft aussichtsreichen Projekten. Es handelt
sich um Unternehmen, von denen ich aus fundamentaler Sicht überzeugt bin. Dabei denke ich ausschließlich
langfristig, das heißt über einen Zeitraum von fünf Jahren und mehr.
Alle Unternehmensvorstellungen werde ich, wenn sich bei den vorangetriebenen unternehmerischen Projekten grundlegend
etwas ändert, ergänzen. Eine gemachte Änderung im Artikel vermerke ich zur besseren Übersichtlichkeit
dann unter dem jeweiligen und nochmal gesondert auf der News-Seite. Alle Angaben mache ich nach
bestem Wissen.
Über Kritik und Anregungen zu diesen Börseninfos freue ich mich gleichermaßen. Also keine Scheu
und einfach eine Mail an mich senden.
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First Majestic Silver Corp.
- First Majestic Silver Corp. ist ein Silberbergbau-Unternehmen, welches schon einige Jahre erfolgreich in
Mexiko produziert und dort weitere Minen aufbaut. Es besitzt und betreibt derzeit drei produzierende Silberminen mit den
Namen La Encantada, La Parrilla und San Martin. Die gesamte Produktion dieser drei Minen wird im Jahr 2009 voraussichtlich
bei etwa 5,7 bis 6,0 Millionen Unzen Silber liegen. Eine Unze entspricht 31,1035 g. Des weiteren ist aufgrund von
Minenerweiterungen und größeren Optimierungsarbeiten an diversen Anlageteilen mit einer erheblichen
Produktionssteigerung im Jahr 2010 zu rechnen.
La Encantada
- Die Mine ist zu 100% im Besitz des Unternehmens. Der Zugang zur Mine, welche in der Nähe der
mexikanischen Stadt Boquillas del Carmen an der USA-Landesgrenze liegt, ist ausgebaut und führt über eine
210 km größtenteils asphaltierte Straße nach Muzquiz.
Momentan werden die beiden vorhandenen Erz-Mühlen nur zu 85% ihres maximalen Gesamtdurchsatzes von gut
800 t/Tag Kapazität betrieben. Das liegt daran, dass seitens des Unternehmens in den letzten Jahren wenig
Reinvestitionen in den weiteren Ausbau der Mine betrieben wurden. Mittlerweile hat sich das geändert, und seit Juli
2008 läuft der Bau einer weiteren Cyanidmühle für die Verarbeitung von Oxid-Erz. Die Arbeiten an der neuen
Mühle, die gut 3500 t/Tag bewältigen soll, werden voraussichtlich im zweiten Quartal 2009 abgeschlossen. Sobald
die Mühle in Betrieb geht, wird die jährliche Produktion dieser Mine von aktuell 1,4 Millionen Unzen auf gut 3,5
Millionen Unzen steigen. Aufgrund dieser immensen Produktivitätssteigerung bestehen für La Encantada sehr gute
Zukunftsaussichten.

- Mühlengebäude auf dem Minengelände La Encantada
- (Quelle: First Majestic Silver Corp.)
La Parrilla
- Diese Silbermine befindet sich zu 100% im Besitz des Unternehmens, und das zu der Mine gehörende
erworbene Land beziffert sich auf gut 53000 Hektar. Vor Jahren wurden in diesem Gebiet bereits eigenständige Minen
durch das Unternehmen angelegt oder aufgekauft (La Rosa, Los Rosarios, San Marcos, San José, San Nicolás,
usw.), welche mittlerweile zu der eigentlichen La Parrilla Mine unterirdisch verbunden wurden. Es entstand so aus vielen
kleinen Minenprojekten ein ertragreiches Großprojekt.
Das Minengebiet liegt 65 km südöstlich von der Stadt Durango. Die naheliegendsten Städte sind San
José de La Parrilla (1,5 km nördlich der Mine) und Vicente Guerrero (16 km südöstlich der Mine).
Die weitere Infrastruktur spricht für sich, denn auch ein Autobahnanschluß ist vorzuweisen. Dieser liegt nur
4 km entfernt, wodurch ein günstiger Abtransport des Silbers gegeben ist.
Die Planungsarbeiten für die Exploration und dem anschließenden Aufbau der Mine, welche zum
Herzstück des Unternehmens werden sollte, begannen im Oktober 2004. Die Exploration und die ersten Bohrungen
mit dem Schwerpunkt der Ressourcen-Definition starteten im Juli 2005. Anfang 2006 wurde festgestellt, dass genügend
Silbererz vorhanden ist und es sich lohnt, eine neue Mühle zu bauen. Im März des selben Jahres begann dann der
Bau der Mühle, welche einen Durchsatz von 800 t/Tag haben sollte. Sie wurde in zwei Mühleneinheiten aufgeteilt
(a 400 t/Tag), da unterschiedliche Erzverbindungen ebenso unterschiedliche Verarbeitungen nach sich ziehen. Die erste
Mühleneinheit verarbeitet das Oxid-Erz und die zweite das Sulfid-Erz. Dazu aber weiter unter mehr. In Produktion
ging die Mühle dann im Dezember 2006. Auf diesem Ausbaulevel fördert die Mine ca. 1,8 Millionen Silberunzen pro
Jahr. Neben dem Silber werden auch Blei- und Zinkmineralisierungen zu Tage gefördert.
Auf dem gesamten La Parrilla Areal hat First Majestic Silver Corp. in den vergangenen Jahren zahlreiche Bohrungen
gemacht. Allein bis zum September 2008 waren es gut 310 Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 72 km. 36 km²
wurden aus der Luft untersucht und etwa 4100 Bodenproben gezogen. Diese Schritte sind immer Teil einer frühen
Erkundungsphase. Sie dienen dazu jene Bereiche zu identifizieren, in denen hohe Erzkonzentrationen vermutet werden. In
weiteren Schritten gilt es dann die vermuteten Erze durch gezielte Bohrungen zu bestätigen, Machbarkeitsstudien
zu erstellen und Ressourcenschätzungen vorzunehmen.

- Bohrarbeiten in der Mine La Parrilla
- (Quelle: First Majestic Silver Corp.)
San Martin
- Das Gebiet der San Martin Mine erstreckt sich über 1482 Hektar und gehört seit Juni 2006 zu 100%
dem Unternehmen. Die Silbermine liegt 250 km nördlich von Guadalajara in Mexiko und produziert bereits seit 1983
durchschnittlich 1,5 Millionen Silberunzen pro Jahr.
Allerdings ist diese Ausbeute lange nicht das Ende der sprichwörtlichen Fahnenstange, und somit verwundert
es nicht, dass bereits über eine Kapazitätzsteigerung der Mühle, die wie bei den anderen Minen in zwei
Mühleneinheiten aufgeteilt ist und zum heutigen Zeitpunkt einen Durchsatz von 800 t/Tag verzeichnet, nachgedacht
wird. Auch weitere Explorationen und Bohrungen zeigen gute Ergebnisse, die die Planung des Mühlenausbaus noch
zusätzlich unterstützen.

- Förderbandanlage der Mine San Martin
- (Quelle: First Majestic Silver Corp.)
Del Toro
- Das Del Toro Areal hat eine Größe von 393 Hektar und liegt gute 50 km von der mexikanischen
Stadt Vicente Guerrero und gut eine Autostunde von der La Parrilla Mine entfernt. Auch eine recht nahe gelegene
Autobahnanbindung ist vorhanden.
In diesem Gebiet befinden sich nur zwei alte, nicht produzierende Minen der First Majestic Silver Corp. . Diese
alten Minen, San Juan und Perseverancia, befinden sich mitten in weitreichenden Explorations- und Probebohrungsarbeiten,
um die dort vorhandenen Ressourcen genauer zu bestimmen. Die aktuellste Ressourcenschätzungen vom Juli 2008
lässt schon großes vermuten, und auch First Majestic Silver Corp. ist bereits in dieser frühen Phase
fest davon überzeugt, dass Del Toro die vierte produzierende Mine des Unternehmens werden wird.
Abbgebautes Erz, welches bei Probebohrungen und ähnlichem anfällt, wird für die
Weiterverarbeitung momentan noch zur Mühle der La Parrilla Mine transportiert. Anzunehmen ist aber wohl, dass in
Zukunft auch diese Mine eine eigene Mühle bekommen wird.
Oxid- und Sulfid-Erz
- Die Oxid-Erze, also die Verbindungen mit Sauerstoff, werden mit einer Cyanidlösung behandelt, und
das gewonnene Silber wird in so genannte Dore-Barren gegossen. Diese Barren müssen hinterher noch einmal
aufgearbeitet werden, da sie weitere Fremdsubstanzen enthalten, die in den Schmelzen durch einen zweiten
Reinigungsprozess entfernt werden müssen. Die Sulfid-Erze, das sind Verbindungen mit Schwefel, werden in den
Anlagen dagegen nicht zu Barren, sondern nur zu hoch angereicherten Bleikonzentraten verarbeitet und anschließend
zu den Schmelzen transportiert.
Verwendung von Silber
- Im Gegensatz zu Gold wird Silber weniger als Geldanlage betrachtet. Im Jahr 2007 wurden für
Silbermünzen 281 t Silber und auch nur eine relativ kleine Menge von 2.147 t für
ETFs (Exchange Traded Funds)
benötigt. Das Edelmetall findet aber in sehr großem Umfang in der Industrie seinen Platz und wird zudem bei
vielen Prozessen verbraucht. Alt-Gold und Alt-Silber kann recycelt werden, verbrauchtes Silber ist aber unwiderruflich
verloren. Im Jahr 2007 wurde für die Industrie 25.561 t verwendet und das mit steigender Tendenz. Der Silbermarkt
wird also vor allem durch die industrielle Nachfrage bestimmt.
Industrie-Silber wird zum Beispiel in den folgenden Bereichen verwendet: Batterien, Chip-Herstellung, chemische
Entgiftung, Elektrotechnik, Fotografie, Holzschutzmittel, Katalysatoren, Lager, Lebensmittelhygiene, Legierungen, Medizin,
Plasma-Bildschirme, Schmuck und Silberwaren, Spiegel-Reflektionsglas, Wasseraufbereitung. Genauere Informationen hierzu
gibt es dazu auf der Website von First Majestic Silver Corp. und auf
Silber.de.
Fazit
- First Majestic Silver Corp. ist bestrebt, seine Minenkapazitäten weiter auszubauen. Um dieses
ehrgeizige Ziel zu erreichen, investiert das Unternehmen in die Mühlenoptimierung sowie in Mühlenneubauten.
Ebenso werden die einzelnen Minen zwecks höherer täglicher Tonnageumsetzungen erweitert und umfangreichere
Explorationen in produzierenden sowie stillgelegten Minen vorangetrieben, um neue Ressourcen zu ermitteln. All das
lässt die Zukunft für das Unternehmen aus heutiger Sicht positiv erscheinen.
Aktienkurs
- In normalen Börsenzeiten repräsentiert der Kurs einer Aktie die Zukunftsaussichten eines
Unternehmens. Momentan ist das aber grundsätzlich anders. Minenwerte wurden regelrecht heruntergeprügelt.
Investoren, wie beispielsweise Fonds, mussten aussteigen, um Liquidität aufzubauen. Auch beim Aktienkurs von First
Majestic Silver Corp. ist das zu erkennen, der im Augenblick bei 1,22 € steht.
- WKN: A0LHKJ / ISIN: CA32076V1031
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| Artikel - Upload: |
28.02.2009 |
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Western GeoPower Corp.
- Western GeoPower Corp. ist eine Gesellschaft zur Erschließung erneuerbarer Energiequellen. Sie setzt
sich als Ziel, Geothermie-Projekte zur Gewinnung sauberer und nachhaltiger Elektrizität zu entwickeln. Momentan
beschäftig sich das Unternehmen mit zwei Projekten und besitzt jeweils einen 100%-Anteil am Unit 15 Steam Field im
Geothermie-Feld The Geysers in Kalifornien, USA, und am Geothermie-Projekt South Meager in British Columbia, Kanada.
Projekt "The Geysers"
- Das gesamte Geothermie-Feld erstreckt sich über gut 30 Quadratmeilen (entspricht 48,28 km²) in
Kalifornien. Seit 1960 wird dort kommerziell Elektrizität aus Geothermie erzeugt. Erwähnenswert hierbei ist, dass
der erzeugte Dampf ein trockener Dampf ist. Heutzutage gibt es weltweit nur zwei Felder, die kostengünstig mit
trockenem Dampf Energie erzeugen. Das eine Feld ist The Geysers und das andere Larderello, welches in Italien liegt. Auf
The Geysers sind aktuell 22 Kraftwerke dreier Unternehmen in Betrieb, die ca. 900 MW produzieren. Es ist damit das
größte produzierende Geothermie-Feld der Welt. Eine Machbarkeitsstudie der GeothermEx aus Kalifornien weist
für dieses Projekt aus, dass Betrieb mit einem 35-MW-Kraftwerk mindestens 20 Jahre lang mit voller Leistungsausbeute
möglich ist. Nach dieser Zeit kann weiterhin, allerdings mit verminderter Leistung, produziert werden.
GeothermEx ist eine international anerkannte Autorität für die Beurteilung von Geothermie-Ressourcen und
war an der Entwicklung aller produzierender Geothermie-Felder in den USA und an mehr als 750 Projekten weltweit beteiligt.
Das Unternehmen ist mittlerweile seit mehr als 30 Jahren mit der Entwicklung des Feldes verbunden.
Das gesamte Projekt umfasst den Entwurf, die Konstruktion und den Betrieb der Anlagen. Das alles umfasst das
Ausführen von Produktions- und Einspeisungsbohrungen, dem Bau eines Sammel- und Einspeisungssystems, eines Kraftwerks,
einer Hochspannungsleitung sowie den dazugehörigen Querverbindungsleitungen. Die Investitionskosten für den
Entwurf, die Konstruktion, die Finanzierungskosten und die Bohrungen werden auf gut 150 Mio. USD geschätzt. Der
Abschluß der Arbeiten und die Inbetriebnahme des Kraftwerks ist für das Jahr 2010 geplant.
Dampfproduktion der Quellen
- Im April 2008 wurden etliche Tests an der Quelle WGP-1 vorgenommen und eine beachtliche Dampfproduktion
festgestellt. "Wir sehen, dass die Quelle WGP-1 eine der stärksten Quellen ist, die in den vergangenen 20 Jahren auf
The Geysers gebohrt wurde", sagte Dr. Subir Sanyal, Präsident der GeothermEx. Das Bohrprogramm für eine weitere
Quelle, WGP-2, läuft bereits und lässt Großes hoffen.
Trockener Dampf
- Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem erzeugten Dampf um trockenen Dampf. Während nasser
Dampf viel Feuchtigkeit enthält und damit vergleichsweise dem Bild eines vernebelten Badezimmer entspricht, ist
trockener Dampf kaum sichtbar. Seine Wärmeleistung ist höher als die des nassen Dampfes. Für den Betreiber
eines mit geothermischer Energie betriebenen Kraftwerks ist der trockene Dampf aber gleich mehrfach von Bedeutung. Nicht
nur die höhere Wärmeleistung ist von Vorteil. Auch das Verhältnis von Produktions- und
Injektionslöchern fällt günstiger aus. Bei trockenem Dampf kommt nur ein Injektionsloch, durch das Wasser in
die heißen Zonen im Erdinneren injiziert wird, auf 9 Löcher, aus denen der Dampf für den Betrieb der
Turbine entnommen wird. Nasser Dampf hingegen erfordert mehr Injektionslöcher, was zusätzliche Bohr- und
Betriebskosten verursacht. Hier müssen beispielsweise zwei oder sogar drei Injektionslöcher gebohrt werden, um
die 9 Dampf produzierenden Löcher mit ausreichend Wasser zu versorgen. Außerdem ist bei nassem Dampf der
Wirkungsgrad der Turbine geringer, weil die im nassen Dampf enthaltene Feuchtigkeit an den kälteren Zonen der
Turbinenanlage kondensiert und diese Feuchtigkeit der Turbine über spezielle Kondensationsanlagen wieder entzogen
werden muss.
Die Infrastruktur - ein wichtiger Aspekt
- Das Projekt nutzt größtenteils die bestehende Infrastruktur, einschließlich
Zufahrtsstraßen, Bohrplattformen und ein altes Kraftwerksgelände. Des weiteren befindet sich in unmittelbarer
Nähe eine 115kV Hochspannungsleitung. Ein Ausbau dieser Leitung wird nicht erwartet, da sie seit einigen Jahren unter
ihrer Kapazität betrieben wird. So werden Kosten für eine teure Einrichtung der Infrastruktur auf ein Minimum
gesenkt.
Projekt "South Meager"
- Dieses Projekt scheint noch aussichtsreicher zu sein als das The Geysers-Projekt. Hierbei deuten bereits
abgeschlossene Explorationen darauf hin, dass sich das Geothermiegebiet auf 4,5 bis 7,5 km² ausdehnt. Die gemessenen
Durchschnittstemperaturen belaufen sich auf 220 bis 240°C. Dabei betrug die höchste gemessene Temperatur
275°C. Zum Vergleich: In Deutschland werden Geothermiekraftwerke mit maximal 120°C "warmen" Wasser betrieben.
Diese sehr guten Temperaturwerte zeigen an, dass es sich bei dem Projektgebiet um ein Hochtemperaturfeld (>200°C)
handelt und somit ein sehr günstiger und zugleich wichtiger Geothermie-Standort ist. In ihm schlummert eine
elektrische Leistung von bis zu 100MW, eventuell sogar mehr. Geplant ist der Bau von zwei 55MW Kraftwerken.
Diese können dann bis zu 80.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Investitionskosten für die Kraftwerke und
den damit verbundenen Anlagen werden auf 341 Mio. CAD geschätzt. Die Konstruktionszeit soll etwa zwei Jahre
betragen.
Aus rein wirtschaftlichen Gründen wird für die meisten Geothermie-Ressourcen eine Lebensdauer von 20
bis 30 Jahren angenommen. Es gibt jedoch Geothermie-Felder, die bereits über 50 Jahre produzieren.

- Bohrarbeiten beim South Meager-Projekt
- (Quelle: Western GeoPower Corp.)
Liefervertrag für die Elektrizität
- In einer festgelegten Richtlinie der Regierung von British Columbia steht, dass in den nächsten 10
Jahren 50% einer neuen Stromproduktion umweltverträglicher "grüner" Strom sein muss. Dementsprechend versucht
das Unternehmen im Zuge der Bestätigung der Durchführbarkeit des Projekts, einen langfristigen Liefervertrag
für die Elektrizität auszuhandeln. Der Strom wird dann ins vorhandene Leitungsnetz eines ansässigen
Betreibers eingespeist. Dazu muss allerdings eine 230kV Hochspannungsleitung von den Kraftwerken zum Einspeisepunkt
gebaut werden.
Glänzende Aussichten für die Zukunft
- Auf dem Projektgelände wurden bereits drei Produktionsquellen gebohrt, die eine entsprechend hohe und
vor allem stabile Temperatur aufweisen. Im 4.Quartal 2008 soll die Durchflussmenge getestet werden, um die Kapazität
der Quellen und ihre Wirtschaftlichkeit exakt bestimmen zu können. Für das Gesamtprojekt wird derzeit eine
Leistung von 100MW erwartet. Im Vergleich dazu ist das zukünftige Unit 1 Kraftwerk auf dem The Geysers Field in
Kalifornien mit einer Leistung von 35 MW beinahe klein.
Kritisch ist noch die Zeit bis zur Inbetriebnahme des Unit 1 Kraftwerks auf dem The Geysers Field im Jahr 2010.
Danach kann Western GeoPower die laufenden Einnahmen aus der Stromerzeugung zur Finanzierung seiner weiteren Expansion
heranziehen.
Wirtschaftlichkeit und Kostenstruktur
- Der Reiz eines mit geothermischer Energie betriebenen Kraftwerks liegt vor allem wirtschaftlich in seiner
langfristig günstigen Kostenstruktur und den günstigen Umweltparametern. Die erzeugte Energie ist sauber und
stammt aus erneuerbaren Quellen. Auch sehr wichtig: sie ist grundlastfähig. Das bedeutet, dass mit dem Kraftwerk zu
jeder Tages- und Nachtzeit eine Grundversorgung mit Strom sichergestellt werden kann. Das ist bei Windkraft und Solarenergie,
die beide ebenfalls als erneuerbare Energien in Frage kommen, ganz anders. Denn in der Nacht scheint keine Sonne und der
Wind weht zu ungleichmäßig, als dass mit ihnen alleine eine Grundversorgung sichergestellt werden könnte.
Diese Nachteile kennt die Geothermie nicht. Ein Geothermiekraftwerk produziert auch bei einsetzender Dämmerung eine
immer gleichbleibende Menge Strom, und es muss auch nicht vom Netz genommen werden, weil der Wind zu schwach oder zu stark
bläst. Außerdem erfordert sein Betrieb, anders als bei Gas- oder Kohlekraftwerken, keine Brennstoffkosten. Die
Technologie ist erprobt und hat sich bereits über Jahre hinweg bewährt. Auch das ist ein sehr wichtiger Vorzug.
Zudem ist ein geothermisches Kraftwerk konkurrenzlos günstig. Geht man zum Beispiel von einer gut
30-jährigen Laufzeit des Kraftwerks aus, so ist bei einer 100MW-Anlage die Geothermie mit Gesamtkosten von 508 Mio.
Dollar der klare Sieger vor einer Windanlage mit 100MW Leistung (735 Mio. Dollar Gesamtkosten) und auch vor einem
Gaskraftwerk, dessen Betrieb mit immerhin 951 Mio. Dollar zu Buche schlägt. Der mit Abstand wichtigste Kostenblock
bei Gaskraftwerken sind die extremen Brennstoffkosten. Sie fallen aber logischerweise erst in der Betriebsphase an. So
ergibt sich zwischen Gas- oder auch Kohlekraftwerken und der Energiegewinnung aus alternativen Energien ein wichtiger
Unterschied: Bei der alternativen Energie, wie der Geothermie, fallen die Hauptkosten beim Bau der Anlage an. Beim
Gaskraftwerk ist der Betrieb das teurere Vergnügen. Absoluter Spitzenreiter bei den Kosten ist jedoch die
Sonnenenergie, die mit 3.251 Mio. Dollar Gesamtkosten teurer ist als alle drei Konkurrenten zusammen. So bleibt als
Fazit, dass die Geothermie als ebenso saubere wie wirtschaftlich günstige Energieform die Konkurrenten Wind, Sonne
und Gas/Kohle nicht zu fürchten hat.
Die exakten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind natürlich stark vom Standort abhängig. In
Deutschland arbeiten geothermische Projekte zumeist mit 120°C "warmen" Wasser. Western GeoPowers zweites Projekt,
das South Meager-Projekt in Kanada, wird dagegen mit 260°C heißem Wasser betrieben werden.
Aktienkurs
- Der Aktienkurs, der momentan bei 0,11 € liegt, reflektiert diese überaus guten Zukunftsaussichten
derzeit in keinster Weise. Erschwerend kommt in diesen Tagen hinzu, dass Western GeoPowers Großaktionär, die
isländische Glitnir Bank, die über den Geysir Green Energy Fund mit 25,4% am Unternehmen beteiligt ist, zu 75%
vom isländischen Staat übernommen wurde. Das ist zwar für Western GeoPower keine schöne Entwicklung,
doch lebensbedrohlich ist die veränderte Lage beim Großaktionär für Western GeoPower deshalb noch
lange nicht. Im Oktober wird die laufende Finanzierungsrunde abgeschlossen sein. Das zeigt, dass es trotz anhaltender
Finanzkrise und des Ausfalls des Hauptaktionärs als Kreditgeber für Western GeoPower am freien Kapitalmarkt
immer noch Möglichkeiten zur Projektfinanzierung gibt.
In Südamerika versuchte Western GeoPower in diesem Jahr bereits in Chile Fuß zu fassen und bewarb
sich dort um Konzessionen. Leider erfolglos, denn die Politik der chilenischen Regierung war bei der Vergabe der
Konzessionen sehr national ausgerichtet und nur chilenische Großkonzerne kamen zum Zuge. Für Western
GeoPower ist die Entwicklung in Chile natürlich enttäuschend. Ein Grund die Hände resignierend zu Boden
sinken zu lassen ist sie jedoch nicht. In Peru und auf den Philippinen, hat man bereits neue Projekte im Visier.
- WKN: 254049 / ISIN: CA95827Q1037
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18.11.2008 |
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