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- Microsoft und sein klasse Betriebssystem... Man kann nicht mit und auch leider nicht ohne. Oder etwa doch?
Man kann die Frage durchaus mit ja und mit nein beantworten. Ein Umstieg auf das Linux-Betriebssystem
wäre wohl mit einiger Umgewöhnung und einem enormen Zeitaufwand möglich. Ein erheblicher Nachteil bei
einem solchen Umstieg liegt ebenfalls auf der Hand: Die Programme, die man über längere Zeit in und auswendig
kennenlernte, in die man sich oft lange eingearbeitet hatte, funktionieren auf dem neuen Betriebssystem nicht mehr. Ein
Umstieg wäre also zugegebenermaßen recht umständlich, kostenintensiv und benötigt eine längere
Einarbeitungszeit. Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und wohl auch bleiben wird, benutzen die meisten, wie
Statistiken es auch beweisen, Windows von Microsoft. Und das, obwohl Linux stabiler läuft. Sei es drum, es ist ja
auch einigermaßen verständlich.
Was kann man also machen? Ganz einfach: man bleibt beim Windows-Betriebssystem und tauscht nur einzelne Komponenten aus.
Wie zum Beispiel den ungeheuren Internet Explorer, denn das wäre dann schon mal ein guter Anfang. Warum sollte man
sowas machen? Der folgende Artikel steht dazu Rede und Antwort.
Es gibt gute Browser und den Internet Explorer...
- Erst seit kurzer Zeit gehe ich einem neuen Hobby nach - dem programmieren von Webseiten. Es ist sehr
interessant eine Seite direkt über den Quellcode
zu erstellen und zu designen, denn Fakt ist folgendes: Arbeitet man direkt über den Quellcode, so stehen einem viel
mehr Möglichkeiten zum Gestalten der Website zur Verfügung als die sogenannten
WYSIWYG-"Baukastenprogramme" (what you see is what
you get) auch nur ansatzweise anbieten können. Mit einem solchen WYSIWYG-Programm kann sich beinahe jeder
ungeübte User, welcher sich nicht mit HTML und
CSS auseinandersetzen will, leicht eine
private Homepage zusammenstellen. Der große Nachteil dieser Programme ist aber, dass sie den eigentlich leicht
verständlichen Code sowas von zerstückeln, dass er dadurch für den Menschen extrem unübersichtlich wird.
Soll dann nachträglich ein Programmierer mit diesem Code arbeiten, wird er wohl schnell graue Haare bekommen. Solche
Bastelprogramme gehören aufgrund der sprichwörtlichen Code-Vergewaltigung eigentlich in die tiefste
Versenkung.
- In eine eben solche Versenkung gehört auch der Internet Explorer (IE) vom mehr oder minder Monopolisten
Microsoft. "Was hat er nur gegen den wunderbar zu bedienenden Internet-Explorer?", könnte der eine oder andere jetzt
meinen. Meine Abneigung liegt bestimmt nicht an der Bedienfähigkeit des Browsers oder an den etlichen
Sicherheitslücken, die Microsoft uns da unterbreitet - ein Patch folgt dem nächsten beinahe auf dem Fuß.
Das Übel Microsoft´s steckt eher im Detail - und zwar im
Interpreter innerhalb des Browsers, welcher das HTML-Markup und den CSS-Code interpretiert und somit visuell für
den User aufbereitet. Und an diesem Interpreter hapert es beim IE an allen Ecken und Kanten. Durch diese Problematik
entstehen für den User optische und bedienerunfreundliche Fehler. Beim dauerhaften Benutzen des IE fällt das oft
nicht auf, aber wenn die selbe Website auf einem alternativen Browser mit der Darstellung des IE verglichen wird, so sind
die Differenzen sehr schnell zu erkennen. Ein paar schöne Beispiele findet man auf
Webdesignblog. Der Artikel ist zwar schon seit September 2006 online und zielt eher auf den IE6 als
auf den aktuellen IE7, allerdings stellt sich der IE7 bezogen auf die heutige Zeit genauso blöde an wie damals die
6er-Version. Der IE läuft alternativen Browsern um Jahre nach. Das war damals so und sicherlich wird es in der
Zukunft auch nicht besser um ihn bestellt sein.
- Alternative Browser zum IE gibt es genügende. Weit verbreitet sind zum Beispiel
Firefox,
Opera und
Safari,
um nur einige zu nennen. Es sind alles Browser die in der aktuellsten Version auf dem heutigen Stand von HTML und CSS
basieren. Somit sind Darstellungsfehler aufgrund eines veralteten Interpreters weitgehend auszuschließen.
Sicherlich gibt es auch hier leichte Unterschiede, welche aber bei weitem nicht so gravierend sind wie die
Ungereimtheiten zum Kontrahenten von Microsoft. Weitergehend werden, sobald bei diesen Browsern Interpreterprobleme
auftauchen, diese auch recht schnell behoben, während Microsoft sich gerne weigert und seine Monopolmacht den
kleinen Webseiten-Programmierer und den anschließenden Browser-User spüren lässt.
- So ist es aktueller Standard, beim Erstellen von HTML- und CSS-basierenden Webseiten, auf die sogenannten
IE-Hacks und die Conditional Comments
zurückzugreifen und darüber in vielen visuellen Dingen den IE in seinen einzelnen Versionen auszuschließen.
Somit bleibt dem Benutzer von Microsoft´s Liebling oftmals der eine oder andere optische oder benutzerfreundliche
Leckerbissen auf den angesteuerten Webseiten verwehrt. Schön ist das sicherlich nicht, aber leider ist es nicht anders
machbar. Einen herzlichen Dank in diesem Sinne an Microsoft!
- Auch ich musste, wie andere Webseiten-Designer vor mir, mich diesen "bösen" Dingen annehmen und bei der
Erstellung meiner Website über die Conditional Comments das eine und andere für den IE rausnehmen. Benutzer
anderer Browser dürfen die volle Optik und Benutzbarkeit der Seite erleben. Wie viele andere Menschen, die Websites
programmieren, durfte ich mir auch sehr häufig die Haare raufen oder mir an die Stirn fassen und oftmals habe ich den
Marktführer verflucht. Ob das schon reicht, damit der IE bald das zeitliche segnet, bezweifle ich aber zu tiefst.
Unkraut vergeht halt nicht. Dazu ist der Browser auch zu weit verbreitet: Jedes neue Windows-System wird mit dem IE
ausgeliefert. Der kleine Mann freut sich, dass Microsoft an ihn gedacht und ihm gleich einen feinen Browser spendiert
hat. Nichts muss extra installiert werden. Wie schön, was für eine feine Welt...
- Damit die Welt aber noch ein wenig feiner wird, möchte ich hier jedem Internet Explorer-Benutzer mit
auf den Weg geben, dass er sich gerne mal einen der genannten Browser als Vergleich installieren sollte. Das ist kein
einfacher Schritt, ich weiß. Vor Jahren war auch ich begeisterter IE-Anhänger. Ich konnte mich irgendwann doch
losreißen und habe es nicht bereut. Wie heißt es so schön: Probieren geht über studieren und wo ein
Wille ist, da ist auch ein Weg... ;-)
- Wer jetzt Lust auf Neues bekommen hat, der kann sich die Browser unter den folgenden Links anschauen und
sich selber ein Bild machen, ob sich ein eventueller Download und Test lohnen könnte. Alle hier vorgestellten Browser
sind übrigens kostenlos! Mein persönlicher Favorit ist, ganz nebenbei erwähnt, der Firefox von Mozilla. Der
Code des Browsers ist Open-Source. Das
heißt, dass der Quelltext auch offen für Weiterbearbreitung ist. Somit hat jeder Zugriff auf den Quellcode und
kann zum Beispiel Add-Ons entwickeln. Diese Add-Ons
stehen ebenfalls zum kostenlosen Download auf der Mozilla-Website bereit.
Browserstatistik
- Sehr interessant ist in diesem Sinne auch der Blick auf die Browserstatistik über mehrere Jahre. Diese
zeigt an, wieviele der User den jeweiligen Browser benutzen. Daran ist klar zu erkennen, dass Microsoft mit seinem IE immer
mehr Marktanteile verliert und das obwohl bei neuen Windows-Systemen der IE mit ausgeliefert wird. Woran mag es nur
liegen? Ich kann es mir beim besten Willen nicht erklären. ;-) Dennoch hat Microsoft meiner Meinung nach weiterhin
viel zu viele User in seinem Bann.
Dezember 2008
| IE7 |
IE6 |
Firefox |
Safari |
Opera |
andere |
| 26,1% |
19,6% |
44,4% |
2,7% |
2,4% |
4,8% |
November 2007
| IE7 |
IE6 |
Firefox |
Safari |
Opera |
andere |
| 20,8% |
33,6% |
36,3% |
1,8% |
1,6% |
5,9% |
- Weitere sehr interessante Browser-Statistiken gibt es auf
W3 Schools.
-
| Artikel - Upload: |
18.11.2008 |
| |
Letzte Änderung: |
11.02.2009 |
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